Entstehung des Vereins

Ein Blick in die erfolgreiche Geschichte von „Hilf-Mit!“

Weihnachten 1977: Birgit Theis, Angestellte der Stadtsparkasse Saarbrücken, präsentiert im
Schalterraum am Rathausplatz die Kassette mit Zauberer Nemo’s Schlagzeilen Geheimnis.
Foto: Schmidt

Mit ihrer bescheidenen Witwenrente kommt die alte Frau gerade so über die Runden. Als aber der Ölofen in der Küche kaputt geht, weiß sie nicht, wie sie einen neuen bezahlen soll. Die Küche bleibt kalt.
Kinder wachsen ja so schnell. Davon kann die alleinerziehende Mutter einiges berichten. Wie gerne würde sie ihren Töchtern schöne, warme Winterjacken und einige Pullover kaufen. Aber das Geld reicht nicht.

Zwei Beispiele von vielen, die von Armut im Saarland berichten. Von versteckter Armut. Weil sich die Betroffenen oftmals ihrer Not schämen, sich scheuen, um Hilfe zu bitten. Oder aus dem Raster der staatlichen Unterstützung fallen.

Hilfe tut dann Not. Das wissen die Verantwortlichen des SZ-Wohltätigkeitsvereines „Hilf-Mit!“. Sie unterstützen seit Jahrzehnten unverschuldet in Not geratene Menschen im Saarland. So auch die alte Frau
und die alleinerziehende Mutter. Zwei Beispiele von vielen. Dabei achtet der Vorstand des Vereines darauf, dass wirklich Bedürftigkeit vorhanden ist, bevor er eine Unterstützung zusichert.

Über diese Hilfe im Stillen, über diese viele Einzelfälle wird in der SZ nicht berichtet, aus Rücksicht auf die Betroffenen. Sie ist aber von Beginn an das Fundament der Wohltätigkeitsaktion. Bei besonders tragischen Unglücksfällen und Schicksalsschlägen hilft der Verein aber nicht nur, sondern kann die SZ auch immer wieder berichten.
Darüber hinaus unterstützt „Hilf-Mit!“ aber auch Vorhaben der Wohlfahrtsverbände sowie gemeinnützige Verbände und fördert jeweils vier Jahre lang mit jeweils 30.000 Euro im Jahr besondere Projekte. So half der Verein zum Beispiel dem ambulanten Kinderhospizdienst und aktuell dem Kinderschutzbund im Saarland.

Hilfsbedürftige Personen und Familien sowie unverschuldet in Not geratene Mitbürger im Saarland zu unterstützen, das war der Leitgedanke schon bei Gründung der Hilfsaktion. Die geht zurück ins Jahr 1973. Ursprünglich war „Hilf-Mit“ eine reine Weihnachtsaktion, die sich aber im Laufe der Jahre zu einer Ganzjahresaktion entwickelt hat. Durch Veranstaltungen, Spenden, Aktivitäten von zahllosen Vereinen, Bürgern und Firmen kommt das Geld zusammen, welches dann an die Betroffenen wieder ausgezahlt wird. Und das ohne einen Cent Abzug. Denn alle Sach- und Verwaltungskosten trägt von Beginn an die Saarbrücker Zeitung. Bis 1995 spendeten so die Saarländer fast acht Millionen D-Mark für Hilf-Mit.

1995 gab es eine organisatorische Veränderung. Träger der Aktion ist seitdem der gemeinnützige Verein „Hilf-Mit Saarbrücker Zeitung e.V.“.
„Die Umwandlung der Aktion in einen eingetragenen, vom Finanzamt als mildtätig eingestuften Verein ist eigentlich nur ein konsequenter, längst überfälliger Schritt nach 21 Jahren ununterbrochener Hilfe für saarländische Mitbürger“, hieß es dazu in einem SZ-Bericht im November 1995. Am sozialen Engagement der SZ änderte die Vereinsgründung nichts. Das Unternehmen trägt nach wie vor alle Sach- und Verwaltungskosten.

Groß ist auch nach wie vor die Spendenbereitschaft der Saarländer. Mehrere Millionen Euro sind seit 1995 zusammengekommen. 2018 spendeten die Saarländer 145.801,84 Euro für bedürftige Menschen und soziale Projekte, um beispielhaft eine Jahreszahl zu nennen.

Manche Spender sind sogar fast schon von Anfang an dabei sind. Das Hilf-Mit-Haus des Deutschen Roten Kreuzes in der Adventszeit auf dem großem Markt in Saarlouis gibt es seit 1986, der Teilerlös des Adventmarktes Niederlinxweiler fließt an die Aktion seit 1989. Seit mindestens 1993 unterstützt der Volkslauf des Sportvereines in Noswendel „Hilf-Mit!“. Die Beispiele ließen sich leicht fortsetzen.

Natürlich freut sich der Verein weiter über jede kleine und große Spende:
Getreu dem Motto: Saarländer helfen Saarländern!